"Wo alle das Gleiche denken, wird nicht viel gedacht."
(Karl Valentin)

 
Wasserwerk Kastenwört PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Freie Wähler   
Mittwoch, 25. Januar 2012 um 16:00 Uhr

Auch aus Kreisen der Naturschützer regt sich mittlerweile der Widerstand um das Vorhaben Wasserwerk Kastenwört. Sie lehnen das Wasserwerk in den Rheinauen grundsätzlich ab. Es sei schädlich für die Natur, weil es den Grundwasserspiegel absenken und die Lebensräume verändern werde. Auch ist es für die Versorgungssicherheit überflüssig, so die Stellungnahme. Zum Thema Versorgungssicherheit ergibt sich aus dem Geschäftsbericht 2010 des Konzerns Stadtwerke Karlsruhe GmbH und der Stadtwerke Karlsruhe Netze GmbH folgende Situation zur Trinkwasserförderung.

• die derzeitige jährliche Förderkapazität der Karlsruher Wasserwerke beträgt: 44,67 Mio m3
• ohne das Wasserwerk Durlach beträgt die Förderkapazität: 42,48 Mio m3
• die geplante Förderkapazität des Wasserwerks Kastenwört beträgt: 5,20 Mio m3
• damit ergibt sich künftig eine Förderkapazität von: 47,68 Mio m3
• 450.000 Verbraucher benötigen bei einem Tagesverbrauch von 125 Litern/Tag im Jahr eine Trinkwassermenge von: 20,53 Mio m3
• die bisherige größte Trinkwassermenge (Netzabgabe) der Wasserwerke Karlsruhe betrug laut Geschäftsbericht 2010: 24,30 Mio m3

Wenn die bisher höchste Netzabgabe 24,3 Mio m3 war (= 54,4% der möglichen Kapazität), stellt sich die Frage, um wie viel muss die maximal mögliche Förderkapazität über dem tatsächlichen Absatz liegen um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten?

 
Wasserwerk Kastenwört PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Stadtrat Bernd Fuhrmann   
Donnerstag, 19. Januar 2012 um 00:00 Uhr

Am 29.November 2011 wurde dem Rat das Vorhaben Wasserwerk Kastenwört vorgestellt. Die Stadt war gefordert, dazu eine Stellungnahme abzugeben. Diese wurde dem AUT dann am 10. Januar 2012 zur Kenntnis gegeben. In dieser Stellungnahme wurden die Risiken, die das Vorhaben für Rheinstetten birgt, aus unserer Sicht hervorragend herausgearbeitet. Nach Wertung der Stellungnahme kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass dieses Wasserwerk nicht „in die Landschaft“ passt.

Dennoch war erkennbar, dass sich diese Erkenntnis im Rat wohl nicht durchsetzen wird. Stellt sich natürlich damit die Frage nach dem Warum.

Wieder wird deutlich, dass hier im Rahmen der Abwägung Kasse versus Umweltverträglichkeit die Prioritäten (wider den Erkenntnissen aus der Stellungnahme) gegen die Umwelt gesetzt werden.

Natürlich wird immer nur von Trinkwasser gesprochen, denn damit kann man trefflich punkten. Nur dem Wasser ist es letztlich egal ob es getrunken wird, im Haushalt zur Verwendung kommt oder in Industriebetrieben gebraucht wird.

Und für letzteres sehen wir keine Veranlassung unsere Umwelt trocken zu legen.

 
Überraschung gelungen! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Freie Wähler   
Samstag, 31. Dezember 2011 um 00:00 Uhr

Und sie bewegt sich doch noch, die CDU - und zwar nach vorn! Auf der letzten Gemeinderatssitzung ging es ja nicht nur um die Verabschiedung des Haushalts 2012, sondern auch um die Beteiligung der Bürger. Sollte man es in Sachen Schulzentrum, wie bisher üblich bei einer „Bürgerinformation“ belassen, oder aber die Sache mit dem nächstgrößeren Besteck, dem der „Bürgerversammlung“ angehen? 

Beim Schulzentrum sehen wir als Ergebnis unseres Engagements, wenn nun die CDU von ihrem bisherigen Standpunkt zwar nicht abrückt, aber nun explizit betont Wert darauf legt, für alle Optionen offen zu sein! Optionen, die man etwas dezidierter schon verstärkt haben könnte, hätte man sich ergebnisoffener orientiert, informiert und diskutiert. So kommen auch beide Alternativ-Vorschläge zur Sanierung von der Opposition. Da nun die „Salatschüssel“(im Hinblick auf gerade einmal 40 Jahre Standzeit als Schulgebäude) aber so groß ist, hat sie einfach leider einen ebenso großformatigen Preis, der alleine schon zu einem verbesserten Vordenken zwingt.

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Von der Standspur auf die Überholspur PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Stadtrat Bernd Fuhrmann   
Mittwoch, 28. Dezember 2011 um 18:53 Uhr

In der letzten Sitzung des Rates wurde wie erwartet die Bürgerversammlung in Sachen Schulzentrum beschlossen. Damit hat sich der Rat unserem Standpunkt zu eigen gemacht, was wir mit Freude zur Kenntnis genommen haben. Denn die zu treffende Entscheidung ob Sanierung oder Neubau ist durchaus ein Thema, das in einer Bürgerversammlung besprochen werden kann. Das sieht übrigens die Gemeindeordnung explizit vor. Insofern nähren wir uns eigentlich nur der Grundlage, auf der politisches Ehrenamt geregelt ist. Also eigentlich nichts von Bedeutung.

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